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Von Mitleidskäufen und wahrer Liebe: Wenn Haustiere sprechen könnten

12. September 2026

Irgendwann bin ich auf WordPress.com über die „Daily Prompts“ gestolpert und seitdem lese ich dort regelmäßig mit. Es ist super spannend, die vielen verschiedenen Perspektiven der anderen Blogger zu entdecken. Diesmal gab es eine Frage, bei der ich einfach mitmachen musste: „Wenn dein Haustier sprechen könnte: Was würde es als Erstes sagen?“

Wenn mein damaliger Hund Benny noch leben würde, würde er vermutlich sagen: Danke, dass du mir helfen wolltest. Aber was ist eigentlich passiert?“

Um das zu verstehen, muss ich etwas ausholen:

Es war im Jahr 2016. Ich erzählte meinem damaligen Freund, dass ich gerne einen Hund bei uns aufnehmen möchte. Er war direkt dabei, also stöberten wir irgendwann gemeinsam im Internet nach passenden Angeboten. Schließlich entdeckten wir eine Anzeige, die richtig gut klang. Nach einem kurzen Gespräch machten wir uns auf den Weg. Es sollte ein Mischling werden, und wir warteten voller Vorfreude vor der Tür.

Doch als sich die Tür öffnete, verflog die Freude schnell. Die Realität hatte absolut nichts mit dem zu tun, was uns versprochen worden war. Benny hatte stark schuppiges Fell und wirkte gesundheitlich sehr angeschlagen. Er tat mir unendlich leid. Obwohl man immer davor warnt, Tiere aus Mitleid mit zunehmen, brachte ich es einfach nicht übers Herz, ihn dort zurückzulassen. Wir nahmen ihn mit – obwohl die Verkäufer dreist behaupteten, er sei völlig gesund.

Gleich am nächsten Tag ging ich mit ihm zum Tierarzt. Das Ergebnis macht mich bis heute sprachlos: Benny hatte nicht nur Milben und eine schmerzhafte Ohrenentzündung, sondern auch Probleme mit den Nieren und vermutlich sogar etwas am Herzen.

Ich möchte die Details gar nicht weiter ausführen, denn die Erinnerung schmerzt sehr. Trotz all unserer Bemühungen und der tierärztlichen Versorgung ist Benny nach nur drei Monaten gestorben. Für mich steht seitdem fest: Wenn wieder ein Tier bei mir einzieht, dann nur noch aus dem Tierschutz oder dem Tierheim. Es gibt da draußen so viele Seelen, die dringend ein liebevolles Zuhause suchen.

Besonders traurig war jedoch, was nach Bennys Tod passierte: Die vorherigen Besitzer meldeten sich plötzlich und wollten ihn tatsächlich zurückhaben! Ich habe da so meine eigene Theorie… Vielleicht hofften sie, dass wir ihn auf unsere Kosten gesund pflegen, um ihn dann wieder zu bekommen?

So schwer der Abschied auch war: Als Benny bei uns lebte, taute er von Tag zu Tag mehr auf. Er fing an zu spielen und wirkte richtig glücklich. Es waren zwar nur drei kurze Monate, die wir miteinander hatten – aber ich bin mir ganz sicher, dass es drei rundum glückliche Monate für ihn waren.

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